Letzte Eröffnung, auf vier Ebenen.

In der Gemeinde Thüringerberg, ein Stück talauswärts von der einzigen Tankstelle im Tal, liegt die Ruine der Burg Blumenegg, einer sogenannten Spornburg. Ruine seit dem letzten Vollbrand 1774, ist sie um einen Kulturpavillon reicher, von Architekt Martin Mackowitz* geplant, erst letzte Woche fertiggestellt. Stahlträger, Holz, Glasfront talseitig, heute zur Gänze geöffnet, das Flachdach Terrasse. Davor Reste der Burgmauern, teils mit Spanngurten und Latten zusammengehalten, „Betreten der Baustelle verboten“. 

Von der Hauptstraße kommend, wird man von witzelnden Mitgliedern der Feuerwehr Thüringerberg auf einen Parkplatz eingewiesen und spaziert dann vorbei an den sanitären Anlagen (Hohlziegel, unverputzt) und Fahrzeugen lokaler Medien einen frisch gekiesten Weg entlang zur Ruine.

Martha „Martha Labil“ Laschkolnig, Performerin, Akrobatin, Clown und einiges, auf Ebene -1, einer Grube, und von rot-weißem Absperrband umsäumt, bei archäologischen Arbeiten. Diverse Pinsel und Spatel, Lupe, Mausefalle, Sieb; sie schweigt, arbeitet konzentriert.

Auf Ebene 0 Stehtische, heute rot und weiß bestrumpft, Programmhefte und Aschenbecher. Kontrabass, Besensnare und Saxophon nehmen Stellung. Real book Jazz, auch Brubecks fünf Viertel, Chronistenfavorit: A Day in the Life of a Fool. Auf Ebene 1, dem Innenraum des Kulturpavillons, wartet unter weißen Tüchern ein Buffet. Bis dahin: Prosecco, Bier, Radler, Saft und Rosé.

Hinter dem Gebäude ein Hang, mannshohe Königskerzen, oben auf Höhe der Dachterrasse eine weitere Kiesfläche mit Bühne. Sie bilden gemeinsam Ebene 2. Auf der Terrasse noch eine Bar, mehr Stehtische, Stühle, 60er Design-Hartschale. Ein Geschenk des Landeskrankenhauses Bregenz, hört man später.

Es spricht Alexandra Wucher vom Verein der Burgfreunde Blumenegg. Idee, Entstehung, Danksagungen. Dann Salven zweier junger Trompeter, Musikschule Blumenegg, von der südöstlichen Ecke der Dachterrasse. Danach Pater Christoph, der dem Ort, eigentlich den Anwesenden, seinen Segen zuteil werden lässt – Kultur, colere colui cultum, bebauen, pflegen, verehren; die Landwirtschaft, das Kreative. Mehr Trompeten. Dann Dietmar Nigsch, Festivalleiter, vorher mit Medienarbeit auf Ebene 2 beschäftigt. Abschließend Wilhelm „Willi“ Müller, Bürgermeister, der symbolisch eine Schriftrolle überreicht.

Das Buffet ist eröffnet.

Am Parkplatz hilft Otto Bischof mit Frau Nelia, siehe „Eröffnung. Ein Erlebnisaufsatz“, beim Rangieren um einen Zwetschkenbaum. Man bestaunt das Fahrzeug, einen neuen VW Golf, Elektro, Leihgabe. 

 

*Hat mit der Gruppe AO& das Lutzschwefelbad geplant, cf. http://wassertal.at/lutzschwefelbad

 

DSC_0023
Steinshibari. Jazz.

DSC_0025

DSC_0028
Medienarbeit

DSC_0033

DSC_0030
Mixed greens
Werbeanzeigen